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Walterbräu

Dieser Keller hat uns doch sehr überrascht. Vielen lieben Dank an die Frau Lehmann,

dass wir dieses Schmuckstück der moosburgerGeschichte besichtigen und ablichten durften.


Hier mal alle Infos, die wir bis jetzt Sammeln konnten:

Der Keller befindet sich unter dem Bäcker Bachmaier in der Herrnstraße

und geht bis rüber, unter den Friseur Evita.


Aus der Sammlung:
"Moosburger Brauer und Wirte" von Hermann Bienen haben wir folgende Infos
.


Walterbrauerei Herrenstraße 8
1806 Kastulus Feichtmeier

Info: Vom Zunftwesen in Mosburg, Ludwig Weh,Amperland 1983

Anwesen Walterbräuschweig,
¼ Schweige bei Moosburg,
Inh. Castulusstift Moosburg,
1757 aufgeführt
Info: Historischer Atlas


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Eben dieser Herr Bienen, der ein absoluter spezialist in Sachen Brauereihostorie ist,

war mit uns in diesem Keller, weil wir ja auch etwas erfahren und weiter geben wollen.

Nach der Besichtigung bekam ich dann noch folgende Infos:


ich bin noch ganz fertig von dem Besuch am Donnerstag im Keller des ehemaligen Walterbräus.

Zweigeschossige Kelleranlagen einer Brauerei, die es seit 200 Jahren nicht mehr gibt und dann noch so gut erhalten, dass man die kompletten Strukturen dieser alten Anlage noch erkennen kann. Der Märzenbierkeller tief unten, der innen entlang der Hausmauer an der Herrenstraße unter dem heutigen Nachbarhaus (Hs.Nr. 10) hindurch bis an das Fingergasserl reicht, die breite Kellerteppe in den oberen Keller und dort dann nach dem Abgang vom EG in den Keller gleich der ehemalige Schenkbierkeller mit den Isarkieseln (Katzenkopf) als Fussboden. Ich bin schwer beeindruckt. Sogar der Aufzugschacht, über den die Lagerkellerfässer ausgekellert wurden ist noch vorhanden.

Leider haben wir solche mehrstöckige Keller bei den ehemaligen Brauereien in Freising nicht, da diese üblicherweise in der Nähe der Hauptsraße und damit auch der Moosach lagen. Die Keller der Brauereien, die nördlich der Hauptstrasse in Freising lagen konnte zwar im ansteigenden Gelände Keller bauen – aber dort auch nur einstöckig.

Der Vorteil eines so tiefer Kellers wie des Walterbräus war natürlich die gleichmäßige Temperatur des umliegenden Erdreiches, die auch im Sommer um 10° C lag und im Winter durch Einlassen von kalter Luft noch um einige Grad abgesenkt werden konnte. So konnte man durch entsprechende „Kältesteuerung“ zwischen November und April (bsplw. in der Nacht), auch ohne Eis (das man vor 1800 nicht beim Bierbrauen verwendete), Bier in Fässern über mehrere Monate hinweg lagern.

Ich bin nun auch überzeugt, dass in Moosburg aufgrund seiner Lage auf einem Hügel und seiner Bedeutung im Mittelalter einiges an Kellern und geheimen Gängen vorhanden war und sicher auch noch ist.

Vielen Dank auch an unseren Spezialisten Herman Bienen.